Russland

Schoss aus Flinte auf ukrainische Drohne: Gericht in Wolgograd hebt Urteil gegen Rentner auf

Der Fall eines pensionierten Landwirts im Gebiet Wolgograd hatte landesweit für Aufsehen gesorgt: Der Mann sollte 40.000 Rubel Geldstrafe zahlen, weil er versucht hatte, aus seiner Flinte eine ukrainische Drohne abzuschießen. RT-Chefin Margarita Simonjan wollte das Bußgeld übernehmen, doch nun hob das Bezirksgericht sie auf.
Schoss aus Flinte auf ukrainische Drohne: Gericht in Wolgograd hebt Urteil gegen Rentner aufQuelle: RT © Urheberrechtlich geschützt

Das Bezirksgericht Wolgograd hat in dritter Instanz eine zuvor gegen den pensionierten Landwirt Nikolai Muchin wegen des Schusses auf eine Drohne verhängte Geldbuße aufgehoben, wie sein Anwalt Alexander Gugutschkin der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mitteilte.

"Die Entscheidungen der Vorinstanzen wurden aufgehoben", sagte er.

Das Verfahren gegen den 66 Jahre alten Mann wurde auf der Grundlage von Art. 24.5 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzbuches über Ordnungswidrigkeiten der Russischen Föderation ("Handlungen einer Person im Zustand der Notwehr") eingestellt. Sein durch die Vorinstanz beschlagnahmtes Gewehr wird ihm zurückgegeben.

Die Vorinstanz hatte den Einwohner des Gebiets Wolgograd wegen Schüssen mit einer Waffe in bewohnten Gebieten für schuldig befunden und ihm eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Rubel auferlegt. Muchins Anwalt erklärte, dieser habe das Feuer eröffnet, um eine ukrainische Drohne abzuschießen. Das Berufungsgericht hatte das Urteil bestätigt.

Die Chefredakteurin der internationalen Mediengruppe Rossija Segodnja und des Fernsehsenders RT Margarita Simonjan hatte nach Bekanntwerden des Falls angekündigt, sie werde die Geldbuße bezahlen.

Daraufhin legte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Wolgograd Revision gegen die Verhängung der Geldstrafe ein, die nun zur Aufhebung der Vorinstanzen führte.

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